Kaum zu glauben, aber mir wurde ein Volontariat angeboten. Ein Glücksfall, den ich mir nicht entgehen ließ. Erst zwei Monate vorher war das Privatradio in Dortmund auf Sendung gegangen. Die Ausbildung war learning by doing. Vom Termin zurück wurden die Cassetten abgehört, die Manuskripte geschrieben. Die sogenannten O-Töne wurden noch an der Bandmaschine von uns selbst geschnitten. Dann im Studio mixten wir unsere Stimmen dazu und nach einer Rekordzeit von zwei bis drei Stunden war ein dreiminütiger Beitrag fertig. Beim Moderieren hatte ich nur kurz einen Techniker, der die Regler bediente. Dann kam der Sprung ins kalte Wasser, das sogenannte "Selber fahren". Mancher faux pas war schon echt peinlich, aber insgesamt hat es Spass gemacht.

Nach Beendigung des Volontariats begann ich als Freie Mitarbeiterin beim WDR, zuerst im Landesstudio Dortmund in der Lokalredaktion. Zwei Jahre präsentierte ich die regionalen Nachrichten.
Seit 2003 bin ich beim WDR in Köln beim Neuen Radio. Bis Mai 2009 war ich an der Musikauswahl, der Redaktion und der technischen Weiterentwicklung von WDR2 Klassik beteiligt. Unser Samstagsmagazin moderierte ich einmal im Monat. Wir entwickelten aus dieser technischen Pionierarbeit das Projekt Mein WDR Radio und gingen am 2. Juni 2009 mit den ersten zwei Angeboten auf Sendung. Mein WDR Radio Klassik sind Internetchannels, die in der Ausbaustufe den Hörern die Möglichkeit geben, sowohl die Musikfarbe als auch die journalistischen Themen nach eigenem Geschmack zusammenzustellen.