Breddeviertel Witten

Das Breddeviertel in der Wittener Innenstadt war vor 150 Jahren das erste Stadterweiterungsgebiet, als aus dem kleinen Ackerstädtchen eine Industriestadt mit vielen Migranten, z.B. aus Hessen wurde. Kerstin Glathe und Ralph Klein erklären die Ursprünge historisch und mit vielen Anekdoten. Sie arbeiten sich aus den Anfängen des Breddeviertels vor bis in die aktuelle Zeit. Wie lebte man hier früher, wie heute?

Breddeviertelpodcast

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Gelegen zwischen Bahnhofstrasse und Breite Strasse in Witten-Mitte.
Länge 282,30m, benannt am 30.7.1863. Der Name wurde nach der Richtung der Strasse (Norden) benannt. Die Strasse nutzte einen Feldweg, der am südwestlichen Rande des Flurstücks „Bredde“ entlang führte. Die Strasse führte ursprünglich auf den ersten Bahnhof der Bergisch-Märkischen Eisenbahn.

Der 1875 in der Form eines an den Ecken abgeschnittenen Quadrats abgesteckte Königsplatz und die diagonal aus Südosten und Nordosten auf ihn zugeführten Züge der Garten- und der Nordstraße, sollten den Bahnhof an die Stadt binden.
(Brandenburg, Paul und Hildebrand, Karl-Heinz: Witten. Straßen – Wege – Plätze. Beiträge zur Geschichte der Stadt Witten 1, Witten 1989)

19.9.1873: Einweihung des Schul- und Bethauses an der Nordstraße 19 durch den Lehrer und Kultusbeamten Ostwald. (Wittener Ortskunde und Ortsgesetze: Bürger-Nachschlagebuch. Hrsg. Gustav Hassel. Witten 1902, S.1011)
Am 1.11.1895: Verlegung der bis dahin im Privathaus Kornmarkt 1 untergebrachten städtischen höheren Mädchenschule in das städtische Gebäude Nordstraße 19. Das früher der Synagogengemeinde gehörige Gebäude wurde bis dahin als jüdisches Bethaus benutzt und wurde in der Zeit vom 1. Juli bis 1. November 1885 für die Zwecke der höheren Töchterschule umgebaut. (Wittener Ortskunde und Ortsgesetze: Bürger-Nachschlagebuch. Hrsg. Gustav Hassel. Witten 1902, S.1018)

Die schon lange in Aussicht genommene telefonische Verbindung sämtlicher Verwaltungsgebäude der Stadt unter einander wird im Berichtsjahr zur Ausführung gebracht. Die Fernsprechanlage ist nach dem sogen. Linienwählersystem hergestellt und derart eingerichtet, dass die Stationen in den einzelnen Gebäuden, Rathaus, Dienstgebäude Markststraße 14 und 15, sowie Nordstraße 19 (Stadtbauamt) sämtlich untereinander ohne Vermittlungsamt verkehren können. Die von der Elektrizitätsgesellschaft Hochstraße und Böttcher ausgeführte Anlage verursacht einen Gesamtkostenaufwand von 1.809,90 Mark (Verwaltungsbericht 1905, S.109)

1948: Die Stadtbücherei zieht in das Gebäude Nordstraße 19 (WR vom 14.6.1955)